Internationale Zusammenarbeit – die Angebote für die Forschenden

© SolStock, iStock: 487825246

Ob Doktorierende, Postdoktorierende, angehende Professorinnen und Professoren oder seit Jahren etablierte Forschende: Der SNF fördert ihre Vernetzung mit Kolleginnen und Kollegen in Europa und weltweit.

Über Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten, ist für die meisten Forschenden selbstverständlich. Dadurch lösen sie gesellschaftliche Probleme, erweitern ihren Horizont und treiben die Karriere voran. Der SNF macht die internationale Vernetzung auf einfache Weise möglich. «Unsere Förderangebote stossen viele Türen auf», freut sich Matthias Egger, Präsident des Nationalen Forschungsrats. «So können die Forschenden Partnerinnen oder Partner im Ausland finden, sich mit ihnen austauschen und gemeinsame Projekte durchführen.»

Netzwerke knüpfen

Mit dem persönlichen Austausch beginnen oder vertiefen Forschende eine internationale Zusammenarbeit. Sie bauen und pflegen Netzwerke, die Forschung und Karriere weiterbringen. Konferenzen bieten ein Forum, um Themen und Ergebnisse zu diskutieren. Beispiele für Fördermöglichkeiten:

  • Netzwerke und Mobilität in der Projektförderung: Forschende können die Kosten für die Vernetzung und den Austausch auf verschiedenen Karrierestufen finanzieren.
  • Scientific Exchanges: Dieses Angebot ermöglicht Forschungsaufenthalte sowie die Organisation von Anlässen in der Schweiz.
  • COST-Aktionen: Das europäische Programm COST unterstützt über Netzwerke, Aktionen genannt, beispielsweise Konferenzen, Austauschprogramme oder Weiterbildungskurse. Zudem finanziert der SNF innerhalb der COST-Aktionen Forschungsprojekte von Schweizer Teilnehmenden.

In Projekten zusammenarbeiten

Von bilateralen Partnerschaften bis hin zu grossen Konsortien unterstützt der SNF gemeinsame Projekte von Forschenden. Die Förderangebote sind thematisch offen oder auf ein Thema ausgerichtet. Manche beziehen sich auf ein bestimmtes Land, bei anderen ist die Wahl des Landes frei. Beispiele für Fördermöglichkeiten:

  • Weave/Lead Agency/International Co-Investigator Scheme: Die drei Abkommen machen es Forschenden einfacher, für gemeinsame Projekte mit ausländischen Kolleginnen und Kollegen Fördermittel zu beantragen.
  • SOR4D, SPIRIT und bilaterale Programme des Bundes: In diesen Programmen arbeiten Forschende aus der Schweiz und aus ausgewählten Ländern zusammen.
  • Internationaler Beitrag in Projekten: In der Projektförderung und in anderen Instrumenten wirken ausländische Forschende als Co-Projektleitende oder als Partnerinnen und Partner mit. Schweizer Forschende können ausserdem in ihren Projekten Mitarbeitende aus dem Ausland anstellen, was den Wissensaustausch über Grenzen hinweg zusätzlich verstärkt.

Erfolgsfaktor für Schweizer Wissenschaft

In den zurzeit laufenden SNF-Projekten bestehen rund 7200 internationale Zusammenarbeiten – in Form von gemeinsamen Projekten, Partnerschaften, Auslandaufenthalten, Austauschen oder weiteren Kontakten. «Diese Vernetzung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Schweizer Wissenschaft», sagt Matthias Egger. «Die Forschenden, die Hochschulen, die Wirtschaft und die Gesellschaft profitieren davon. Natürlich gilt das umgekehrt ebenso für die anderen Länder.» Deshalb macht sich der SNF auch weiterhin stark für die Assoziierung der Schweiz am Rahmenprogramm Horizon Europe, das sich nicht ersetzen lässt.

Auf der Website des SNF finden Forschende detaillierte Informationen zu allen Förderangeboten für die internationale Zusammenarbeit.

Weitere Türen aufstossen

Auch 2023 baut der SNF seine internationalen Förderangebote aus oder schafft neue. Beispielsweise wird er an drei multilateralen Ausschreibungen des Belmont Forums teilnehmen. Das Forum unterstützt weltweite und interdisziplinäre Forschung zum Klimawandel. Der Kreis der Länder, mit denen ein Lead-Agency-Abkommen besteht, erweitert sich um die USA und Israel. Ausserdem informiert der SNF neu über ausländische Fördermöglichkeiten, die Forschende in der Schweiz direkt oder gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen anderer Länder nutzen können. Ein Beispiel hierfür sind Partnerschaften mit kanadischen Forschenden der Natur- und Ingenieurwissenschaften.